Auf dem Ahornblatt zum Rachelsee

Auf der Wanderlinie „Ahornblatt" zum Rachelsee zu wandern, gehört zu den klassischen Wandertouren im Nationalpark Bayerischer Wald. Neben etwas Ausdauer verlangt der ca.12 km lange Marsch (von Riedlhütte oder Spiegelau gerechnet) auch entsprechende Zeit. 4 Stunden sollte man deshalb schon kalkulieren. Der einmalige Rachelsee - ein Überbleibsel der letzten Eiszeit - belohnt jedoch die Mühen und die Racheldiensthütte am Ende der Tour sorgt für die leibliche Stärkung. Markiert ist der Weg „Ahornblatt" durchgehend von Grafenau bis zum Rachelsee, die Wanderwegbeschreibung beginnen wir vom Bahnhof in Spiegelau bzw. P+R Parkplatz. Von dort ist es nur ein „Katzensprung" bis zum Waldspielgelände.

 

Der schönere Weg führt von der Bushaltestelle Spiegelau Glashütte ins Waldspielgelände. Von dort, an der Gedenktafel für die ehemalige Waldeisenbahn, führt der weitere Weg durch den bunten Herbstwald leicht bergan zum Weiler Jägerfleck und unterhalb des Fuchsriegels vorbei zum Föhrau- Filz, einem etwa 6000 Jahre alten, dicht mit Latschen bewachsenen Hochmoor. Ein hölzerner Aussichtsturm verschafft dem Wanderer einen guten Einblick auf diesen speziellen Lebensraum. Zügig bergauf wird bald die Schutzhütte am Feistenberg erreicht, wo auch der Rundweg „Auerhahn" dazustößt. Zum Teil auf einer ehemaligen Forststraße geht es bis zum Aussichtspunkt „Bankl" fast eben dahin, und nach kurzer Zeit wird fast genau mit der 1000-Meter-Höhenlinie der „Roßstall" erreicht. Jetzt ist es nur noch eine Viertelstunde bis zum in steilen Felswänden eingebetteten Rachelsee (1071 m), dem Höhepunkt der Wanderung. Tiefschwarz und meist von einer atemberaubenden Ruhe umgeben, empfängt uns das stille Gewässer, dessen Grundsohle durch die "Arbeit" des Rachelgletschers vor etwa 10000 Jahren entstanden ist. Nirgends im Nationalpark reicht der Bergmischwald, der im Frühling durch sein frisches Grün, im Herbst mit bunten Blättern einen angenehmen Kontrast zum dunklen Fichtenwald darstellt, höher hinauf als hier im Urwald über dem Rachelsee.

 

Informationstafeln erzählen über den Urwald und die Spuren der Eiszeit. Die Holzbänke am Seeufer laden zu einer Rast und „Seeleneinkehr" ein, ehe der Rückweg bis zum Roßstall auf gleicher Route und dann auf dem Rundweg „Specht" angetreten wird. Auf der ehemaligen Ziehbahn geht es gleichmäßig durch Buchenwald und vorbei an mächtigen, uralten Tannen bergab. Eine stattliche Eibe, eine mittlerweile selten gewordene Baumart des Bergmischwaldes, links des Weges verrät die nahe Racheldiensthütte am Ende der ehemaligen Holzziehbahn an der Schachtenbachklause. Dieser kleine künstliche Stausee spendete bei geöffnetem Schleusentor das für die Holztrift benötigte Wasser. Als Kulturdenkmal wird es von der Nationalparkverwaltung für die Nachwelt als Zeuge der einst gefährlichen Art des Holztransportes erhalten. Von der Racheldiensthütte können Sie den Wanderweg (Ahornblatt) nehmen, der nach ca. 2-3 km wieder in den ursprünglichen „Ahornblattweg" mündet, auf dem Sie schon aufgestiegen sind. Falls Sie eine andere, neue Route zurück nach Riedlhütte bzw. Spiegelau nehmen wollen, folgen Sie von der Racheldiensthütte aus dem Weg mit der Markierung „Pilz" (die ersten paar Hundert Metern parallel mit dem Ahornblatt). Dieser Weg führt Sie wieder nach Spiegelau.

 

Auf dem Ahornblatt zum Rachelsee
Beginn:  Haltestelle Spiegelau P+R oder Bahnhof Spiegelau
Ende:  Haltestelle Racheldiensthütte
Wanderzeit:  4 Stunden
Strecke:  12 km
Wandersymbole:  Specht / Ahornblatt 
Karte/Download:

Fritsch Wanderkarte Nr. 59,

Wanderflyer "Auf zum Rachel" zum PDF-Download im Prospektversand

Information:  Touristinformation Spiegelau, Tel. 08553/960017, www.spiegelau.de 
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