Im Zeichen der Schwarzen Perle


Mit dem Zauber der Unberührtheit bahnt sich die Ilz - das letzte große Wildwasser Ostbayerns - seinen Weg vom Nationalpark Bayerischer Wald bis zur Dreiflüsse-Stadt Passau. Tief eingeschnittene Schluchten und lichtdurchflutete Wiesentäler begleiten die Ilz auf ihrem Weg von der Ettlmühle bis zu ihrer Mündung in die Donau.

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Das Naturparadies Ilz ist mit ihren romantischen Uferbereichen und beeindruckenden Felsformationen Heimat zahlreicher geschützter Tiere und Pflanzen, darunter die in unseren heimischen Flüssen sehr selten gewordene Flussperlmuschel. Deshalb dient die schwarze Perle als Markierungszeichen des Ilztalwanderweges, ein leichter bis mittelschwieriger Weg, der auch für Familien mit Kindern gut geeignet ist.


Der landschaftlich äußerst reizvolle rund 70 km lange Weg von Ettlmühle bis Passau und zurück kann in Etappen erwandert werden, Sie können aber auch einzelne Abschnitte als Rundweg entdecken. Übergänge bieten sich dazu bei der Schneidermühle, der Schrottenbaum- und der Aumühle, bei Kalteneck, Fischhaus und bei der Oberilzmühle an.


Der Ilztalwanderweg kann entlang auf beiden Seiten der Ilz erkundet werden. Hier wird nur eine der beiden Seiten (je nach Abschnitt) erwähnt.

 



Wegverlauf:

Ellersdorf (410 m ü.NN) - Dießenstein - Schneidermühle - Schrottenbaummühle - Fürsteneck - Kalteneck - Fischhaus - Stausee bei Mausmühle - Talsperre Oberilzmühle - Triftsperre bei Unteröd - Hals - Passau (290 m ü.NN)

 

Ettlmühle - Ellersdorf ca. 8 km

Die Ilz erhält am Zusammenfluss von Großer und Kleiner Ohe bei der Ettlmühle ihren Namen. Die „ Ettlmühle" zählt zu den schönsten, noch erhaltenen Mühlengebäuden Bayerns aus dem Jahr 1788 und ist in Privatbesitz. Ausgehend vom gegenüberliegenden Wanderparkplatz führt der Weg zunächst am östlichen Ilzufer bergan durch den Wald. Nach wenigen Metern steilen Anstiegs hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss und die direkt an der Ilz liegende „Rosenberger Mühle", auf die der Weg bergab direkt zuführt. Hier lebte am gegenüberliegenden Ufer in dem alten Mühlengebäude bis vor wenigen Jahren noch der letzte Fährmann der Ilz. Für wenige Cent hat er mit einer alten Zille Wanderer von der einen zur anderen Seite des Flusses gebracht. Weiter schlängelt sich der breite, sandige Weg vorbei an Auen, Wiesen und Felsen am Flussbett der Ilz entlang. Ruhebänke in sonniger Lage laden immer wieder zu einer kurzen Rast ein. Auch mit dem Kinderwagen ist dieser Abschnitt gut befahrbar. Am Parkplatz für Wanderer vorbei überquert die Route bei der alten Hammerschmiede „Furthammer" an der Further Brücke die Straße. Am baumgesäumten Ufer der Ilz geht es weiter durch ein kurzes Waldstück zur Ohmühle, die umgeben von Wiesen malerisch am Ilzufer liegt. Eine Teerstraße führt durch einen Fichtenwald, später einen Mischwald flußab an der wilden Ilz entlang. Gerade hier an diesem Wegabschnitt säumen seltene Pflanzen den Weg, im Frühjahr kann man ein Meer an Buschwindröschen und Schlüsselblumen bestaunen. Längs des Waldrandes erreicht man schließlich Ellersdorf.


Ellersdorf – Schrottenbaummühle ca. 9 km

Von Ellersdorf schlängelt sich malerisch ein Flurweg hinab zur Ilz. Ein wahrer Genuß ist der Blick auf das Land jenseits des Ilztales. Besonders heben sich die prächtige Barock-Kirche St. Brigida von Preying und die mächtige Ritterveste Saldenburg hervor. Auf der Ostseite der Ilz geht es den anfangs geruhsam fließenden Bach entlang, wo er in der Dießensteiner Leite „tosend brauset". Ein außergewöhnliches Naturschauspiel ist dieses Flussstück - eine der wenigen meisterschaftstauglichen Wildwasser-Strecken in Deutschland. Regelmäßig findet hier im Frühjahr eine internationale Wildwasserregatta statt. Nachdem die Dießensteinmühle passiert ist, führt der Weg weiter entlang der Ilz bis zur Schneidermühle (weiterer Einstieg mit Parkmöglichkeit). Nach dem Queren der Hauptstraße geht es ca. 5 km weiter immer an der linken Seite der wildromantischen Ilz entlang - bis zur Schrottenbaummühle. Mit einer hervorragenden Einkehrmöglichkeit, Parkplätzen, Zelt- und Campingplatz und Naturbad inmitten des wunderschönen Ilztals ist die Schrottenbaummühle, Tel. 08504/1739 zugleich beliebtes Ausflugsziel der Region.


Schrottenbaummühle – Fürsteneck (Aumühle) ca. 3 km

Von der Schrottenbaummühle geht es flussabwärts links weiter bis zu einer alten Triftsperre - der Schönberger Triftsperre oder auch Poststeg genannt. Von hier hat man einen schönen Blick auf den stolzen Turm von Schloß Fürsteneck. Kurz nach der Mündung der Wolfsteiner Ohe in die Ilz führt ein steiler Pfad zur Burg Fürsteneck. Lohnenswert ist die Besichtigung der Naturpark Ilz-Infostelle - eine interaktive Ausstellung über den Natur- und Kulturraum Ilz. In den uralten Gemäuern von Schloß Fürsteneck kann heute fürstlich gespeist werden oder auch nur eine kleine Brotzeit gemacht werde.


Aumühle – Kalteneck ca. 4 km

Vom Schloß Fürsteneck zurück an der Ohe bzw. am Aumühlener Steg, wird dieser und gleich anschließend der Kanal des E-Werkes überquert. Kurz darauf geht weiter auf einem Feldweg in einem Fichtenwald an der linken Seite flussabwärts entlang der Ilz. Am Ende des Waldes, kurz vor Kalteneck gibt es einen wunderschönen Rastplatz mit Holz-Pavillon und Grillplatz. Wenn Sie dort grillen möchten melden Sie dies bitte vorab im Rathaus des Marktes Hutthurm, Tel. 08505/900115 an. Auf einem Wiesenweg geht es in den Ort bis zum Parkplatz zwischen Bahngleis und Ilzbrücke. Einkehrmöglichkeiten in Kalteneck.


Kalteneck – Fischhaus  ca. 6 km

Der Wanderweg zweigt hier nach links ab. Am Hang entlang führt ein weitgehend naturbelassener Weg oberhalb von Bahnschienen und Fluss. Auf halber Strecke führt der Weg über viele Stufen auf den Peilnstein mit einem unvergesslichen Panorama. Eine Umgehung des steilen Aufstiegs ist ausgeschildert. Natürlich kann die ganze Strecke auch auf der rechten Flussseite (einfachere Strecke, entlang des Goldsteiges) gegangen werden.


Fischhaus – Oberilzmühle ca. 7 km

In Fischhaus wird die Ilz überquert. Flussabwärts geht es auf der rechten Seite Richtung Oberilzmühle, vorbei am alten Bahnhof Fischhaus - er beherbergt heute die Kunstkeramikwerkstatt Neuwert - und weiter zur Mausmühle. Nach ca. 1 ½ bis 2 Stunden erreicht man den Stausee Oberilzmühle (Haslachspeicher). Hier können Sie sich im frischen Nass abkühlen oder auf der großzügigen Liegewiese entspannen.


Oberilzmühle (Gemeinde Salzweg) – Triftsperre ca. 3 km – Hals – Passau

Nächste Station ist die Triftsperre. Stärken Sie sich im schönen Biergarten (Ruhetag Montag), für eine kleine Entdeckertour über den imposanten Steg, durch einen Trift-Stollen, beides Zeitzeugen für die gefährliche Holztrift. Noch vor dem Stollen, am Ende des Triftsperrstegs lohnt ein Abstecher zur Burgruine Reschenstein! Mit Begehen des Stollens wird die Halser Schleife abgekürzt, der Weg führt innerhalb des Ilzbogens zum Passauer Stadtteil Hals. Kurz vor Hals thront auf einem Hügel die Burgruine Hals. Entlang der Ilzleite geht es direkt nach Passau bis zur Mündung der Ilz in die Donau.

 


 

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